Homöopathie
Mag. pharm.
Gabriele Heger

Sehr oft wird unter dem Begriff „Homöopathie“ fälschlicherweise alles zusammengefasst, was nicht „Chemie“ ist. Was ist „Homöopathie“ nun aber wirklich?

Begründer der Homöopathie ist der Arzt Dr. Samuel Hahnemann (1755- 1843), der im Jahr 1796 das „Ähnlichkeitsprinzip“ formulierte:

„Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.“

Dieses geht zurück auf die Beobachtung Hahnemanns, dass Arzneien, die, am Gesunden getestet, bestimmte Reaktionen und Symptome hervorrufen, genau diese Symptome am Kranken heilen können. Hahnemann hat nach diesem Prinzip zahlreiche pflanzliche und mineralische Substanzen im Selbstversuch getestet und mit den gewonnenen Erfahrungen die Grundlagen für homöopathische Behandlungen geschaffen.
Ursprünglich wollte Hahnemann die Ausgangssubstanzen nur soweit verdünnen, bis die schädliche in eine heilende Wirkung umschlägt. Schon bald aber erkannte er, dass diese schrittweise Verdünnung die Mittel nicht nur besser verträglich, sondern auch stärker wirksam machte. Deshalb nannte er diesen Vorgang der Verdünnung auch „Potenzierung“.

Die homöopathischen Arzneien wirken durch Anregung der körpereigenen Abwehrmechanismen. Sie setzen Reize, auf die der Körper mit dem Heilungsprozess reagiert. Die Homöopathie ist also eine sanfte, wirksame und nebenwirkungsfreie Therapieform.

Die Auswahl homöopathischer Mittel bedarf einer reichen Erfahrung und ist für den Laien selbst kaum durchführbar. Aus diesem Grund bieten wir in der Apotheke heute unter anderem sogenannte „Komplexmittel“ an, die mehrere Einzelmittel enthalten und damit breiter eingesetzt werden können. Aber auch auf dem Gebiet der „Einzelmittel“, d.h. die Auswahl eines spezifischen Mittels für eine bestimmte Erkrankung, haben wir in vielen Jahren einiges an Erfahrung gesammelt, was wir gerne an Sie weitergeben möchten.

Eine Seite zurück